Theologe & Philosoph Eduard Zeller (1814-1908): Karte SchÖNmÜNzach 1880, Beileid Eduard Zeller

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Eigenhändig beschriebene Briefkarte des Theologen und Philosophen Eduard Zeller (1814-1908), Professor an der Universität Berlin. --- Gerichtet an den Professor der Philosophie an der Universität Berlin Karl Heinrich Althaus (1806-1886), mit Beileidsbekundung zum Tod von dessen Ehefrau Angelika Althaus, geb. Schüler, geb. am 14. Januar 1808 in Berlin; gest. am 25. August 1880 ebd. --- Datiert Schönmünzach (Württemberg), den 31. August 1880. --- Schönmünzach ist ein OT von Baiersbronn (LK Freudenstadt). --- Geschrieben aus dem Urlaub. -- Ein Brief Eduard Zellers vom 20. August 1880 aus Schönmünzach an Hermann Diels ist in der Edition des Briefwechseln der beiden mit Hermann Usener verzeichnet. --- Transkription: "Verehrter Herr College! Die Zeilen, in denen Sie mir den Hingang Ihrer so eng mit Ihnen verbundenen Gattin mitzutheilen die Freundlichkeit hatten, haben mich so eben, am Vorabend meiner Abreise von hier, erreicht. Sie werden an meiner aufrichtigen Theilnahme an dem schmerzlichen Verlust, der Sie und die Ihrigen getroffen hat, nicht zweifeln. Gönnen wir der Entschlafenen die Erlösung von ihren langen und schweren Leiden; ihr Bild, ich weiß es, wird bei Ihnen in treuer Erinnerung fortleben. Zeller." --- Format: 7,3 x 11,3 cm. --- Anbei der originale, eigenhändig adressierte Umschlag (8,3 x 14,8 cm), mit eingedruckter 10-Pfennig-Marke und zusätzlichem Taxvermerk. --- Zustand: Karte gebräunt und etwas fleckig, mit Stempeldurchdruck. Der Umschlag stärker fleckig, mit Knicken. --- Eduard Gottlob Zeller (* 22. Januar 1814 in Kleinbottwar; † 19. März 1908 in Stuttgart) war ein deutscher Theologe und Philosoph. Leben: Der Sohn eines Verwaltungsbeamten besuchte ab 1827 vier Jahre lang das evangelische Seminar (Gymnasium) in Maulbronn. Ab 1831 studierte er in Tübingen Theologie und Philosophie und lebte im Tübinger Stift. Dort trat er 1831 der Burschenschaft „Patrioten Tübingen“ bei. Hier lernte er David Friedrich Strauß und Friedrich Theodor Vischer näher kennen. Mit einer Arbeit über Platons Schrift Nomoi wurde er 1836 promoviert. Die Habilitation erreichte er 1840. Als ein Vertreter der Tübinger Schule wandte er die Methoden der historisch-kritischen Altertumswissenschaften an. Zusammen mit seinem Lehrer Ferdinand Christian Baur gab er seit 1847 das Organ der Jüngeren Tübinger Schule, die „Theologischen Jahrbücher“ heraus, die aber schon seit 1842 bestanden. Die „Jahrbücher der Gegenwart“ begründete Zeller 1843. An der Universität Bern lehrte er als außerordentlicher Professor seit 1847 Theologie, hierbei kam es zum sogenannten Zellerhandel. 1849 wechselte er an die Philipps-Universität Marburg zu wechseln. 1847 heiratete Zeller Emilie Baur, eine Tochter Ferdinand Christian Baurs. In Marburg erfolgte der Ruf an den theologischen Lehrstuhl, den er jedoch wegen Einwänden gegenüber seiner liberalen Theologie und der historisch-kritischen Forschungsansätze nicht besetzen konnte. Auf Erlass der Regierung musste er an die philosophische Fakultät wechseln. Während seiner Zeit als Professor in Marburg begründete er gemeinsam mit Heinrich von Sybel eine wohltätige Einrichtung, die den Armen der Stadt Nahrung und anderes Nötige zukommen ließ. In Heidelberg lehrte er von 1862 bis 1872 als außerordentlicher Professor Philosophie. Mit dem Thema seiner Antrittsrede, „Über Bedeutung und Aufgabe der Erkenntnistheorie“ führte er den Begriff Erkenntnistheorie endgültig in die deutsche Literatur ein. Von 1871 bis 1872 war Zeller als Vertreter der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Mitglied in der Ersten Kammer der Badischen Ständeversammlung. In Berlin lehrte er an der Friedrich-Wilhelms-Universität von 1872 bis 1894 Philosophie, wobei er seine Antrittsrede zum Thema „Über die gegenwärtige Stellung und Aufgabe der deutschen Philosophie“ hielt. 1864 wurde er in die Preußische, 1873 in die Bayerische und 1890 in die Österreichische Akademie der Wissenschaften aufgenommen. 1877 wur

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